Meditation

„Nicht ausserhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen.
Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts, und er verwirft auch nichts.“    Buddha

Inne halten, Ruhig werden, in sich schauen, nach Innen gehen, Kontemplation, Abschalten,  ….. viele Worte, Begriffe und Versuche „Meditation“ in seiner Bedeutung zu erklären. In Wikipedia wird das Wort so beschrieben:

„Meditation (von lateinisch meditatio, zu meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen“, von griechisch μέδομαι / μήδομαι medomai „denken, sinnen“; entgegen landläufiger Meinung liegt kein etymologischer Bezug zum Stamm des lateinischen Adjektivs medius, -a, -um „mittlere[r, -s]“ vor) ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis.“

Es gibt viele Formen der Meditation und genau so viele Möglichkeiten. Hier sollte jeder Mensch, seiner persönlichen Intuition entsprechend, seinen Weg finden. Wer anfängt darüber nachzudenken, hat bereits den ersten Schritt getan.

Die Art und Weise, wie jemand meditiert, wird sich im Laufe der Jahre und den Erfahrungen, die der Meditierende dabei gewinnt, verändern. Dies ist ein normaler, natürlicher Entwicklungsprozess. Es erscheint als würde ein Spiel mit verschiedenen Levels gespielt werden. Erst, wenn der eine Level abgearbeitet wurde, gehen weitere Türen für das nächste Level auf.

Meditation kann in verschiedenen Körperhaltungen praktiziert werden (sitzend, liegend, stehend, aber auch in Bewegung). Es stellen sich immer ein paar Fragen: „Welche Wirkung möchte ich erfahren? Was wäre gerade jetzt für mich wohltuend? Wäre diese Haltung für mich OK? Wo stehe ich gerade? Wo will ich hin?…“

berg

Berg-Haltung

Das Bagua enthält das chinesische Trigramm Berg. Diesem werden folgende Eigenschaften zugeschrieben:

Stille, Ruhe, Innehalten, Beständigkeit, Aufrichtigkeit, Entschlossenheit.

Dieses „Stille halten“ gibt grundlegende Hinweise für das „perfekte Sitzen“, sowohl in der Yoga-Praxis, als auch im Taijiquan.

In Yoga-Anatomie 3D können wir lesen: „Seine Gestalt gleicht einem Wirbelkörper. Der Text beschreibt die Stabilisierung der Wirbelsäule als Voraussetzung für das Erlangen innerer Ruhe.“ Der Yoga bezeichnet den Lotussitz als „Padmansana“.

In den Schriften des Taijiquan wird hier ebenfalls der Lotussitz als „korrekte Haltung“ für die chinesische Meditation angegeben. Die Haltungen „halber Lotussitz“ und „Schneidersitz“ dienen ebenfalls diesem Zweck und sind auch als solches aufgezeigt. Diese „gelockerten Positionen“ verändern allerdings die Körperhaltung. Nicht nur die Haltung des Beckens verändert sich durch die Beinpositionen, sondern auch die Lage der Beine und der Fußsohlen. Damit verändert sich der komplette Energiefluss im Körper.

Ein Adept, der alle Positionen beherrscht, kann diese Veränderungen erspüren.